Posts in Category: 2014–2015

Article: Heuristics — Tools for an uncertain world

I suppose it is tempting, if the only tool you have is a hammer,
to treat everything as if it were a nail.
Abraham H. Maslow (1966, p. 15f.)


Hansjörg Neth, Gerd Gigerenzer

Heuristics: Tools for an uncertain world

We distinguish between situations of risk, where all options, consequences, and probabilities are known, and situations of uncertainty, where they are not.  Probability theory and statistics are the best tools for deciding under risk but not under uncertainty, which characterizes most relevant problems that humans have to solve.  Uncertainty requires simple heuristics that are robust rather than optimal.

Paper: Foraging for alternative options

Should I stay or should I go now?
If I go there will be trouble,
and if I stay it will be double…
The Clash


Hansjörg Neth, Neele Engelmann, Ralf Mayrhofer

Foraging for alternatives: Ecological rationality in keeping options viable

Abstract:  Do we invest irrational amounts of effort into keeping options viable, or do we manage available and threatened options in an adaptive fashion? 

Artikel: Warum Controller auf Heuristiken setzen sollten

Hansjörg Neth

Warum Controller auf Heuristiken setzen sollten

Abstract:  Datenintensive und immer detailliertere Analysen sind nicht immer die richtige Antwort auf die zunehmende Komplexität in der Unternehmenssteuerung. Unter Unsicherheit sind einfache Heuristiken, nach denen wir Informationen selektieren oder ignorieren, oft zielführender. Der mündige Controller verharrt nicht in den rationalen Reflexen des Homo oeconomicus. Er entstammt der Spezies des Homo heuristicus.

Kapitel: Das Potenzial einfacher Heuristiken in Controlling und Management Reporting

Hansjörg Neth

Wenn weniger mehr ist: Das Potenzial einfacher Heuristiken in Controlling und Management Reporting

Zusammenfassung:
  • Controller sammeln Daten, berechnen präzise Kennzahlen und bereiten in Berichten möglichst viele Informationen sehr gewissenhaft auf – und verfehlen ihren Auftrag vielleicht gerade dadurch. Der Versuch, stets alle verfügbaren Daten zu berücksichtigen und in Entscheidungen einfliessen zu lassen, entspricht dem klassischen Ideal des Homo oeconomicus.
  • Diese gründliche Vorgehensweise wurde für eine Welt des Risikos entwickelt, wird aber unkritisch auf Entscheidungen unter Unsicherheit übertragen. Zudem eignet sie sich eher zur Erklärung der Vergangenheit, soll in der Praxis aber Vorhersagen für die Zukunft liefern.
  • Homo heuristicus stellt einen modernen Gegenentwurf zum Homo oeconomicus dar. Er nutzt einfache Heuristiken, die Informationen selektieren und ignorieren um robuste Vorhersagen unter Unsicherheit zu ermöglichen.
  • Ein guter Bericht muss Prozesse transparent machen und nützliche Kennzahlen sollten den Weg weisen, anstatt nur Ergebnisvariablen abzubilden. Statt defensivem Entscheiden brauchen Unternehmen eine Fehlerkultur, in der man aus Fehlern lernen kann.
  • Die Analyse von Heuristiken zeigt, wann und warum man sich auf seine Instinkte und Intuitionen verlassen kann und soll. In allen Bereichen, in denen Erfahrung eine Rolle spielt, wäre es unklug und fahrlässig, das Bauchgefühl von Experten geringer einzuschätzen als betriebliche Kennzahlen und statistische Zahlenkolonnen.